Als Erdmiete oder auch Vorratsgrube wird ein unterirdischer Lagerort für Feldfrüchte bezeichnet.

Es gibt verschiedene Selbstbau- Methoden.

Im Waldgarten benutzen wir Waschmaschinen-Trommeln und das Glasfenster, durch das die Wäsche in die Maschine eingefüllt wird, außerdem ein paar Eimer voll Sand pro Miete.

Alte Waschmaschinen finden sich auf dem Sperrmüll oder über Kleinanzeigen oder über Freund*innen.

Der Ausbau der Trommel ist relativ schwierig, da in der Regel ein Großteil der Maschine zerlegt werden muss – die große Werkzeugkiste ist angesagt!

Aber der Aufwand lohnt sich, da die Trommel für die Lagerung echt perfekt ist: Durch die Löcher in der Trommelwand kann sich keine Feuchtigkeit in der Miete anstauen, und das Glasfenster passt als Deckel genau oben drauf.

Mäuse und andere Mitesser haben durch die kleinen Löcher und den dicht schließenden Deckel keine Chance, hineinzukommen.

Unsere Trommeln sind do tief eingegraben, dass die Oberkante einen halben Meter unter der Erdoberfläche liegt. Im Lauf der Jahre ist besonders bei den häufig genutzten Mieten die Umgeung dafurch gewachsen, dass der alte Sand immer hinaus geworfen wird.

Je nach Armlänge legst du dich zum Befüllen auf den Bauch oder auf die Knie- es ist auf jeden Fall eine recht sportliche Angelegenheit! 😉

Die Öffnung der Trommel zeigt nach oben (s. Bild 1).

Das Gemüse, das eingelagert werden soll (in unserem Fall gerade Möhren), wird so hineingelegt, dass sich die einzelnen Stücke nicht berühren und jede Gemüseschicht von Sand bedeckt ist. Falls nämlich doch mal eins zu Faulen anfängt, greift die Fäulnis nicht auf die Nachbargemüse über (s. Bild 2).

Der Sand reguliert die Feuchtigkeit, da er sie nicht so stark aufnimmt wie beispielsweise Erde, in der das Gemüse anfangen würde zu schimmeln.  Außerdem leben im Sand weniger Bodenlebewesen, die am Gemüse naschen.

Dadurch bleibt alles feucht, geschützt und frisch.

Nach der letzten Sandschicht kommt der Deckel obendrauf, und so hält sich das Gemüse locker über den Winter (s. Bild 3).

Da sich in Löchern die kälteste Luft ansammelt, haben wir aus Furcht vor starkem Frost in den ersten Jahren Mulchhaufen über die Mieten gelegt.

Dadurch wird die Entnahme noch ein Stück weit aufwändiger.

Im Moment verzichten wir auf diese zusätzliche Maßnahme, da wir bisher noch keine Schäden an den Möhren beobachten konnten. Mit den frostfesten Pastinaken gibt es ohnehin keine Probleme. Darüber hinaus haben wir bisher Kartoffeln und Kohlrüben eingemietet und damit auch positive Erfahrungen gemacht.

Vergrabene Wäschetrommel (Bild 1)
mit Möhren befüllt (Bild 2)
Deckel drauf (Bild 3)

 

 

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